Die Alkoholsucht ist fuer viele Menschen eine
Willensschwäche, die der oder die Betroffene selbst verschuldet hat und
auch nicht ändern will, sondern eben trinken will.
Alkoholismus ist aber eine
Sucht und somit Krankheit, für die
alkoholkranke Menschen nichts können und ganz sicher auch nicht bewusst
herbeigeführt haben.
Jeder heute sich bekennende Alkoholiker hat
irgendwann, aus irgend einem Grund mal das erste Glas eines
alkoholischen Getränks zu sich genommen und keiner mit dem Vorsatz,
sich jetzt in die Alkoholabhängigkeit zu trinken.
Jeder Mensch, der Alkohol trinkt, lebet mit dem
Risiko, sich vom Alkohol abhängig zu machen. Es gibt auch keiner
sozialen- oder gesellschaftlichen Gruppen, denen es passieren kann und
welchen eben nicht. Jeder Mensch, egal, wo er oder sie herkommt, kann
davon betroffen werden. Der Weg zur Sucht ist nicht voraussehend.
Die Alkoholkrankheit schleicht sich langsam ins
Leben ein und oft wissen die Betroffenen selbst nicht, wann sie die
Schwelle zur Alkoholabhängigkeit ?erschritten haben. Der Weg zur Sucht ist sehr individuell und unterschiedlich.
Ein Merkmal für jeden selbst, könnte die
Motivation des Trinkens sein. Trinke ich, weil es mir schmeckt oder möchte
ich die Wirkung des Giftes Alkohol spüren?
Im zweiten Fall ist der Alkoholmissbrauch fast
immer schon vorhanden und der Schritt, wenn man Alkohol zum Beispiel als
Problemlöser einsetzt, zur Alkoholabhängigkeit nicht mehr weit.