Fuer viele heute trockene
Alkoholiker kann es hilfreich sein, sich an die letzten Tage der
trinkenden Phase zu erinnern, wenn mal zu Gedanken und Zweifeln an die
eigene Alkoholabhängigkeit kommt. Sich immer wieder vor Augen halten,
wie man früher gelebt hat und warum man die Entscheidung zu einen Leben
ohne Alkohol getroffen hat, hilft, sich neu zu orientieren und das
Positive im neuen Leben zu sehen.
Da zu kann es helfen, von
Anfang an, ein Tagebuch zu führen, wo alle Gedanken und Gefühle
reingeschrieben werden. Die eigene Entwicklung ist ein Spiegelbild
seiner Veränderungen.
Positiv verlaufende Lebensabschnitte, aber auch Rückschläge und vor allen die Lösungen
aus den Rückschlägen, zeigen später auf, wie die Lebensveränderungen
vollzogen wurden.
Das Tagebuch eines Alkoholikers sollte aber immer offen und ehrlich geschrieben werden.
Wunschvorstellungen oder falsche Sichtweisen zu eigenen Entwicklungen
und Veränderungen können sogar schaden, wenn später darauf zurück
gegriffen wird.
Um diesem aus den Weg zu
gehen, ist es hilfreich, dieses Tagebuch seiner Selbsthilfegruppe offen
zu legen oder in eine Onlineselbsthilfegruppe zu schreiben, wo
einen andere Alkoholiker kennen und ihre Gedanken mit einbringen können.
Diese können dann auch
Denkanstösse geben, wie sie bestimmte Situationen gemeistert haben.