Alkoholiker haben oft ein sehr schwach ausgeprägtes
Selbstvertrauen und denken sehr negativ. Sie sind so in der
Alkoholabhängigkeit
gefangen, dass sie sich nicht motivieren können und Hilfe in Anspruch
nehmen können, weil sie ihr Leben als ausweglos betrachten.
Positive Gedanken können nicht aufkommen, weil sie
Lösungswege nicht erkennen und wenn, ihnen diese als sehr schwer und
nicht zu schaffen, erscheinen.
Der Weg in die Nüchternheit ist ein sehr weiter
Weg und endet eigentlich nie, weil lernen immer eine Begleiterscheinung
für trockene Alkoholiker sein wird.
Ein Leben ohne jeglichen Alkoholkonsum erscheint für
viele noch trinkende Menschen nicht vorstellbar, weil sie bedingt durch
ihre Lebendführung, oft nur Menschen kennen, die auch viel Alkohol
trinken.
Viele kleine Schritte und Veränderungen sind
notwendig, um dauerhaft nüchtern leben zu können. Positive Gedanken können
durch diese kleinen Schritte gefördert werden, wenn die ersten Erfolge
erreicht wurden.
Ein Gang zum Arzt, eine Woche im Krankenhaus f?
den körperlichen Alkoholentzug, sind handfeste Handlungen, die
aufzeigen, dass man auch ohne Alkohol leben kann.
Hier und im jetzt leben, heisst auch, diese anfänglichen Dinge zu
erkennen und vor allem auch anzuerkennen. Die Zukunft kann vieles
bringen und ist eine unüberschaubare Zeit. Wer sieht, dass er jetzt
nichts trinkt, wird durch die Sichtweise, der Aneinanderreihung von
vielen solche Momenten ein nüchternes Leben führen können.