Alkoholiker, die bemerkt
haben, das sie einen übermässigen Alkoholkonsum aufweisen, versuchen
oft ihren Alkoholkonsum zu mässigen und zu kontrollieren. Sie trinken
dann mal einen oder mehrere Tage etwas weniger Alkohol und wollen sich
dadurch beweisen, das sie jederzeit aufhören können, wenn sie nur
wollten. Diese Selbstlüge wird mit viel Energie und Kraft bestärkt, in
dem sie anderen Menschen, die sie vielleicht schon auf ihren vielen
Alkoholkonsum angesprochen haben, erzählen und somit ein Alibi fuer
ihre Nichtabhängigkeit suggerieren.
Ob jemand alkoholkrank ist,
kann er oder sie nur selbst wissen, aber ein Anzeichen fuer eine
bestehende Alkoholabhängigkeit kann eben der Kontrollversucht über den
eigenen Alkoholkonsum sein, der es unmöglich macht, nur ein Glas zu
trinken.
Die alkoholkranken Menschen
ahnen zwar meistens, dass sie schon alkoholabhängig sind, aber bis zur
vollständigen Einsicht in die Alkoholkrankheit, ist es noch sehr weit.
Die Lebensführung wird dann
oft dahingehend geändert, dass sich ein Umfeld aufgebaut wird, wo Gespräche
?er den vielen Alkoholkonsum ausgeschlossen sind, weil diese Menschen
ebenfalls viel Alkohol konsumieren. Es wird auch oft angefangen,
heimlich zu trinken, um den kritischen Menschen, die einen ansprechen könnten,
keine Angriffsfläche zu bieten.
Ein kontrolliertes Trinken wird über
Jahre versucht, bis der persönliche Tiefpunkt erreicht ist, wo sich der
Alkoholiker selbst nichts mehr vormachen kann und Hilfe in Anspruch
nimmt.