Beginnt ein Mensch mit dem heimlichentrinken,
liegt oft eine Alkoholabhängigkeit. Der oder die Betroffene merkt
selbst, das ein auffälliges Alkoholkonsumverhalten vorhanden ist, möchte
aber dennoch weiter trinken.
Um dies nicht öffentlich zu machen, wird begonnen,
sich heimliche Vorräte anzulegen, um heimlich trinken zu können. Die
leeren Flaschen werden dann auch versteckt und erst dann entsorgt, wenn
es keiner sehen kann.
Die Möglichkeiten des heimlichen Trinkens sind
vielfältig. Oft wird vor anderen Menschen ein Bier oder Glas Wein
getrunken und dann heimlich im Hinterzimmer andere alkoholische Getränke
konsumiert. Die Alkoholfahne ist mit dem Glas zu rechtfertigen und so fällt
es nicht auf, wenn mehr getrunken wird.
In der Öffentlichkeit wird auch oft das Lokal
gewechselt, vorher schon getrunken oder auch eine Flasche Schnaps oder
andere hochprozentige Alkoholgetränke in der Tasche mitgeführt und
dann in Nebenräumen konsumiert.
Heimliches Trinken ist ein Anzeichen für ein
gravierendes Alkoholproblem des Betroffenen, aber ebenso gefährlich,
weil der Alkoholiker sich nicht ändern will, obwohl er seine Alkoholabhängigkeit
dann meist schon erkant hat. Durch den heimlichen und verborgenen
Alkoholkonsum geht er bewusst unangenehmen Fragen und Gesprächen über
seinen Alkoholkonsum aus den Weg.