Der Entzug vom Alkohol wird von vielen
alkoholkranken Menschen oft auf die leichte Schulter genommen. Sie gehen
das Risiko ein, die auftretenden Entzugserscheinungen schon zu überstehen
und oft hört oder liest man auch, das sie dabei noch von Willenstärke
und Mut reden.
Ein Alkoholentzug bei Menschen, die lange, regelmässig und täglich Alkohol getrunken haben, kann sehr schlimme und auch
lebensbedrohliche Entzugserscheinungen hervorrufen, die ohne sofortige
ärztliche Hilfe auch tödlich enden können.
Jeder Betroffene, der sich seinen übermässigen
Alkoholkonsum oder schon eingesehenen Alkoholabhängigkeit stellt,
sollte zu einem Arzt gehen und dort offen und ehrlich über seinen
Alkoholkonsum reden.
Der Arzt kann Empfehlungen aussprechen, ob ein
ambulanter Alkoholentzug möglich ist oder doch lieber ein stationärer
Alkoholentzug sicherer ist.
Bei allen Überlegungen, die zu einen ambulanten
Entzug gehen, weil man dann nicht in ein Krankenhaus muss, sollte
bedacht werden, das ein unter ärztlicher Aufsicht durchgeführter
Alkoholentzug, als 24 Stunden überwacht, die sichere Alternative ist.
Sicher schämt man sich etwas, aber da es immer wieder Situationen geben
wird, wo sich der Alkoholiker outen sollte, wird man um einen offenen
Umgang mit seiner Krankheit nicht herum kommen. Offener und ehrlicher
Umgang allen Mitmenschen gegenüber ist ein Schutz für die eigen Nüchternheit.