Warum sehe viele Alkoholiker ihre Alkoholsucht
nicht ein und glauben, ihren Alkoholkonsum im Griff zu haben, obwohl es
dem Umfeld schon lange auffällt, das er oder sie viel zu viel trinkt
und der Alkohol immer vorhanden ist?
Ob jemand alkoholkrank ist, kann eigentlich nur der
oder die Betroffene selbst wissen. Viele Anzeichen lassen zwar von aussn
darauf schliessen, aber genau weiss es nur der Alkoholiker selbst. Die Einsicht, ich schaffe es nicht allein eines
Alkoholikers ist ein wichtiger Schritt.
Die Einsicht, alkoholkrank zu sein, ist auch eine Einsicht, mit den Alkohol nicht umgehen zu können und dieses sehen
viele Betroffene als Schwäche an, die sie sich und vor allem anderen
Menschen gegenüber nicht eingestehen wollen.
Alkoholiker sind immer die Anderen, aber nie man
selbst. Das Klischee der Alkoholiker ist auch sehr negativ behaftet, so
das sich scheinbar betroffene Menschen nicht zugehörig fühlen wollen.
Sie suchen sich Beispiele heraus, die sie für sich als Entschuldigung
nehmen, dass es bei ihnen nicht so schlimm ist und sie ja jederzeit aufhören
könnten, wenn sie denn nur wollen.
Ein, zwei Tage mal aussetzen oder auch der Versuch von kontrolliertes Trinken, auch wenn es schwer fällt
und erste Entzugserscheinungen auftreten, sollen sich und anderen aus
dem Umfeld beweisen, dass sie keine Alkoholiker sind.
Erst wenn der persönliche Tiefpunkt erreicht ist,
wird der alkoholkranke Mensch über sich nachdenken und dann zur
Einsicht gelangen und sich Hilfe holen.