Ist oft bei Partnern von Suchtkrankheiten
anzutreffen. Die Partner konzentrieren sich fast nur noch ausschliesslich
auf die Bedürfnisse des Suchtkranken, sie vergessen dabei oft ihr
eigenes Leben und rutschen so ungewollt in die Co-Abhängigkeit. Sie sind so fixiert auf ihr Gegenüber das sie ihre
eigenen Gefühle nicht mehr ernst nehmen. Sie machen ihre Gefühlslage
von der des Süchtigen abhängig. Ihr Selbstvertrauen und Selbstwert
wird immer weniger. Oft treten psychosomatische Beschwerden auf, die sie
aber noch nicht richtig deuten können. Es dreht sich alles um den Süchtigen,
ihr Verhalten verändert sich indem sie alles tun damit der Süchtige
keinen Grund hat seiner Sucht nach zu gehen.
Der Süchtige hält mit seinen Äusserungen den
Partner in der Abhängigkeit. Der Süchtige überhäuft den Co-Abhängigen
mit Schuldzuweisungen und gibt die Verantwortung für sein Leiden ab. Es
findet nach und nach eine Wahrnehmungsveränderung statt. Es wird sich
vieles schön geredet. Der Co-Abhängige isoliert sich von der Aussenwelt
aus Schamgefühl. Sie können sich sehr schwer aus so einer krank
machenden Beziehung lösen. Ohne Hilfe ist dieses so gut wie unmöglich.
Dafür gibt es aber Unterstützung, in verschiedenen Selbsthilfegruppen aber auch
Internetforen, wo Betroffene sich untereinander mitteilen können und
aus deren Erfahrungen lernen können. Für die eigene Co-Abhängigkeit von Angehörigen
ist es sehr wichtig, auch mal an sich zu denken.