Menschen, die morgens merken, das ihr Kreislauf
nicht mehr richtig in Ordnung ist, weil sie den Abend davor viel Alkohol
getrunken haben, machen sich oft Gedanken darüber, ob sie wohl schon
alkoholabhängig sind oder nicht. Sie nehmen sich dann vor, einige Tage
nichts oder weniger zu trinken, weil sie sich selbst damit einen Beweis
liefern wollen, das sie ihren Alkoholkonsum im Griff haben. Die Frage trinke ich zuviel Alkohol wird dann oft wieder verdrängt.
Bei einigen Menschen funktionieren diese Versuche
nicht und sie werden ihre guten Vorsätze abschwächen, früher wieder
etwas trinken, als sie eigentlich wollten oder gar nach dem abschwächen
des Unwohlseins, gleich wieder trinken.
Die Angst vor einer Alkoholabhängigkeit ist aber
nicht grundlos. Da es keinen festen Punkt gibt, der ein Beginn der
Alkoholabhängigkeit definiert, können solche morgendlichen Beschwerden
schon ein Anzeichen sein und vor allem dann, wenn die Kontrolle uber
die selbstauferlegte Abstinenz nicht eingehalten Entschuldigungen dafür
gesucht werden.
Jeder, der diese Gedanken hat, sollte diese sehr
ernst nehmen, denn ist erst mal die Alkoholabhängigkeit eingetreten und
der Körper scheint ohne regelmässigen Alkoholkonsum nicht mehr
funktionieren zu wollen, hilft nur noch ein Leben ohne jeglichen
Alkoholkonsum.
Trockene Alkoholiker leben zwar heute sehr
zufrieden und glücklich, aber der Weg zur Verinnerlichung der Nüchternheit
ist sehr schwer und nur wenige schaffen einen dauerhafte Trockenheit.