Auch wenn der Alkoholismus eine anerkannte
Krankheit ist, wird er von vielen Menschen so nicht verstanden. Der
Alkoholismus wird von vielen Menschen als Willenschwäche angesehen, der
oder die Betroffene also einfach nicht aufhören möchte.
Da eine Sucht von einem Nichtsüchtigen nicht
nachempfunden werden kann, auch wenn er sich noch so sehr versucht, in
das Gefühlesleben eines Alkoholikers hinzuversetzen, wird es für viele
Menschen auch immer unverständlich bleiben, warum jemand sich sein
Leben durch den vielen Alkoholkonsum bzw. Alkoholmissbrauch zerstört.
Viele Alkoholiker kommen irgendwann mal an einen
Punkt, wo sie anfangen über sich nachzudenken und merken, dass sie
nicht ihr Leben bestimmen, sondern von der Sucht, also vom Alkohol
bestimmt werden.
Dieser Punkt wird oft als persönlicher Tiefpunkt
bezeichnet, wo es für den Alkoholiker nur noch einen Ausweg gibt, ein
Leben ohne jeglichen Alkoholkonsum.
Ein Alkoholiker wird immer erst dann Veränderungen
herbeiführen, etwas an seinem Leben ändern, wenn er oder sie zur
Einsicht gekommen ist, dass sie mir Alkohol nicht umgehen können.
Äusserer Druck von anderen Menschen kann zwar zum
nachdenken anregen, aber die erforderliche Einsicht in die eigene
Alkoholkrankheit kann nur der Alkoholiker selbst gewinnen.