Ein Alkoholiker ist für viele Menschen sehr
negativ behaftet. Nicht nur, das er oder sie als Willenschwach angesehen
wird, werden auch einem Alkoholiker viele schlechte Eigenschaften
angelastet, die er oder sie scheinbar bewusst händelt.
In unserer Gesellschaft leben Millionen Menschen,
die alkoholkrank oder alkoholgefährdet sind, wobei es den meisten
Betroffenen selbst nicht mal bewusst ist, dass sie schon zu den
Alkoholikern gehören. Sie suchen sich dann immer Menschen, die dem
Klischee eines Alkoholikers entsprechen, um ihr eigenes
Alkoholkonsumverhalten vor sich und anderen Menschen zu rechtfertigen.
Viele glauben, dass die Alkoholabhängigkeit ein
soziales Problem ist und nur in sozialschwachen Gesellschaftsschichten
vorkommen kann.
In der Suchtselbsthilfe sieht man aber Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.
Schaut man aber mal bewusst auf sich selbst oder in
seinem engeren Umfeld, wird man schnell erkennen, dass sehr viele
Menschen mehr Alkohol konsumieren, als ihnen gut tut.
Alkoholsucht ist eine Krankheit, die vor keiner
Gesellschaftsschicht halt macht und jeder, der regelmässig Alkohol
konsumiert, kann von dieser Krankheit betroffen sein.
Wichtig dabei ist, dass man nicht auf andere
Menschen schaut, die scheinbar viel mehr Alkohol trinken, sondern sein
eigenes Verhalten in Fragen des Alkoholkonsums beobachtet und schaut, ob
der Alkohol wegen des Geschmacks oder wegen der Wirkung konsumiert wird.