Da es Gesetze gibt, die eine Kennzeichnungspflicht
ausschliessen, wenn der Alkoholgehalt von Lebensmitteln, einen
bestimmten Wert nicht übersteigt, ist es für alkoholkranke Menschen,
besonders wichtig, sich die Zutaten genau anzuschauen, nachzufragen und
notfalls auf andere Lebensmittel umzusteigen.
Auch wenn ein Produkt mit alkoholfrei benannt wird,
heisst es nicht, das es wirklich alkoholfrei ist.
Die geringen Alkoholgehalte sind vielleicht nicht
immer zu schmecken oder zu riechen, aber da es sich bei der Alkoholsucht
um eine psychische Krankheit handelt, können auch geringe Spuren von
Alkohol in Lebensmittel zum Rückfall führen.
Konsumiert ein alkoholkranker Mensch solche alkoholhaltige
Lebensmittel, können Zweifel an der eigenen Alkoholabhängigkeit
aufkommen, die dann auch zu Versuchen des wieder normalen Trinkens führen
können.
Viele Alkoholiker zweifeln an der eigenen
Alkoholabhängigkeit und haben die Einsicht zu notwendigen Lebensveränderungen
noch nicht ausreichend gewonnen und verinnerlicht.
Solche Risiken, alkoholhaltige Lebensmittel zu
konsumieren, können dieser erst gering gewonnenen Einsicht entgegen
wirken. Viele kleine Zweifel an sich und seiner Alkoholkrankheit werden
dann irgendwann so stark, dass man für sich selbst Ausreden sucht und
dann wieder trinkt. Dieser Kreislauf sollte von jedem Alkoholiker durch
Risikominimierung durchbrochen werden. Lieber einmal mehr genau
hingeschaut und nachgefragt, als einmal sich dem Risiko hinzugeben,
wieder irgend etwas Alkoholisches zu konsumieren.