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Archive for the ‘Kokain’ Category

Kokain

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Kokain wird auch Koks oder Schnee genannt. Es bezeichnet den Hauptstoff der Blätter des Cocastrauches, die von südamerikanischen Indianern bis heute gerne gekauft werden. Jedoch kann es heutzutage problemlos synthetisch hergestellt werden. Kokain wird in der Regel nicht ohne Streckmittel wie z.B. Milchpulver oder Zucker „eingenommen“. Aber auch Koffein ist ein beliebtes Mittel, um Kokain zu strecken, da es so die Wirkung steigert. Streckt man den Stoff nicht, sind Überdosierungen möglich. Diese sollen jedoch vermieden werden.

Wie gelangt man in die Sucht und welche Wirkung hat der Stoff?

Da Kokain leistungssteigernd ist, wird es oft von Menschen eingenommen, die zu viel von sich erwarten. Meist entspricht die eigene Leistung nicht der eines Idols oder Vorbild. Man möchte unbedingt genauso toll und erfolgreich sein und greift daher zum Kokain. Zudem sorgt Kokain für gute Laune, die natürlich Pflicht in einem erfolgreichen Job ist. Besonders in der Model-Branche ist der Stoff daher sehr beliebt, da man auf Fotos bekanntlich immer top aussehen sollte.

Daher ist es auch nicht allzu schwer, in die Sucht zu gelangen, da gerade in dieser Branche viele so genannte „Dealer“ unterwegs sind, die das Kokain unmittelbar an die Models bringen. Es ist aber auch oft so, dass Models selbst ihren Freundinnen, die in der gleichen Branche sind, Kokain anbieten, welches meist auch angenommen wird.
Ist man einmal drin, kommt man auch sehr schlecht wieder raus, da der Konsum von Kokain sehr schnell zu einer starken psychischen Abhängigkeit führt. Eine körperliche Abhängigkeit hingegen ist kaum vorhanden, so dass es beim Absetzen der Droge auch zu keinen körperlichen Entzugserscheinungen kommt. Dies klingt im ersten Moment so, als wäre es daher kein Problem, das „Koksen“ einfach sein zu lassen, aber weit gefehlt. Die psychische Abhängigkeit bringt nämlich umso stärkere Entzugserscheinungen (auch wenn eben nicht körperlich) mit sich.

Kokainmissbrauch ist vor allem zu erkennen an enthemmtem Verhalten, bitterem Pulver in kleinen Tüten, Trinkhalmen zum Schnupfen und Dosierlöffelchen. Es führt zu Euphorie, dem Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit und Aktivität sowie dem Verschwinden von Müdigkeits- und Hungergefühlen, so dass es auch zu einer Abmagerung kommen kann. Durch das Schnupfen werden zusätzlich die Nasenscheidewände geschädigt.

Je nach Dauer des Rauschgefühls und der Zeit bis zum Wirkungseintritt, kann Kokain auf verschiedenen Wegen konsumiert werden. Es kann oral, intranasal (also über die Nase, dem so genannten „Schnupfen“) oder auch intravenös eingenommen werden. Es kann jedoch auch in Form der Cocapaste, der freien Base des Kokains und Crack, geraucht werden.

Von der Wirkstoffkonzentration her ist das Kokainrauchen die beste Form des Konsums, denn die Wirkung tritt nach 8-10 Sekunden ein. Jedoch dauert der Rausch nur 5-10 Minuten, so dass meistens der orale sowie intranasale Konsum bevorzugt werden, da hier die Wirkung 30.45 Minuten anhält. Daher ist es für die Abhängigen auch nicht so schlimm, dass die Wirkung oral erst nach 10-30 Minuten eintritt. Dafür dauert dies beim intranasalen Konsum lediglich 2-3 Minuten. Nach dieser Wirkungsdauer verschwinden jedoch die überwältigenden Gefühle von Euphorie und Ungehemmtheit und es kommt zu Unlust, Müdigkeit, aber auch Depressionen.

Welche Folgeschäden gehen mit der Sucht einher?

Wie bereits erwähnt kann es beim Kokainkonsum zu einem Absinken des Durst- und Hungergefühls kommen, so dass der Abhängige abmagert. Außerdem wird die Atem- bzw. Pulsfrequenz erhöht, so dass es zu Atemunregelmäßigkeiten und gleichzeitig zu einer Verengung der Blutgefäße kommen kann, die eine Erhöhung des Blutdruckes mit sich zieht. Dadurch wird das Herz so stark geschädigt bzw. beeinträchtigt, dass es zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzanfall kommen kann.

Es kann aber auch zu psychischen Folgeschäden wie ausgeprägten Verstimmungen sowie sexuellen Funktionsstörungen kommen. Befürchtungen des Kontrollverlusts, Halluzinationen sowie Desorientierung sind ebenfalls ernstzunehmende Folgen, da der Konsum von Kokain oft einen massiven Schlafentzug mit sich bringt. Aber auch eine gesteigerte Nervosität und Aggressivität sind nicht weniger häufig. Da Kokain teuer ist und die finanzielle Situation oft nur durch Kriminalität zu bewältigen ist, muss der Abhängige zudem mit strafrechtlichen Problemen rechnen.

Soziale Folgen wie Selbstisolationen, Kontaktstörungen und dem Zerbrechen sämtlicher sozialer Bindungen machen die Situation eines Süchtigen nicht besser.

Daher ist es wichtig, so schnell wie möglich aus der Sucht zu gelangen.

Doch wie kann ein Abhängiger der Sucht entfliehen?

Obwohl Kokain eine sehr gefährliche Droge ist, übernehmen Krankenkassen die Behandlung, da Kokainsucht eine anerkannte Krankheit ist. Da Kokain nur zu einer psychischen Abhängigkeit führt, ist die Rückfallquote umso höher, so dass eine fachliche Unterstützung nahezu Pflicht ist, um von der Droge loszukommen. In Sachen körperlicher Abhängigkeit kommt es lediglich zu Entzugserscheinungen wie Angst, Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit, die für den Betroffenen nicht sonderlich schlimm sind. Demnach ist der stationäre Aufenthalt auch sehr kurz, die notwendige psychologische Behandlung dafür aber umso länger. Der Betroffene muss aber für sich selbst entschieden haben, aufhören zu wollen, da eine Therapie sonst nicht den gewünschten Effekt erzielt. Eine Behandlung der Kokainsucht ist daher vergleichbar mit der Therapie anderer Süchte. Wie bereits erwähnt, kommt es oftmals zu Stimmungsveränderungen bzw. -schwankungen nach Absetzen des Kokains. Diese Schwankungen dauern meist eine Woche, die für den Betroffenen am schwersten ist. Danach erreicht der Betroffene die Phase, in der er denkt, er hätte bereits alles geschafft und es wäre leicht, kein Kokain mehr zu nehmen. Er ist selbstsicher und ihm kommt es so vor, als sei alles unter Kontrolle. Diese Phase dauert meist 1 ½ Wochen. Es ist jedoch noch lange nicht so, dass die Therapie bereits vorbei ist, denn die darauf folgenden Monate denkt der Betroffene wieder genau das Gegenteil, nämlich dass er keinen Spaß mehr am Leben haben könnte. Zudem ist er zunehmend deprimiert. In dieser Phase ist es ratsam, sich in einer Klinik zu befinden, da die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls sehr hoch ist.