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Koffein

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Die Koffeinsucht, auch Coffeinismus genannt, ist weniger bedenklich als Alkohol, da man aus ihr leichter wieder herauskommt. Dennoch kann sie bei zu hoher Dosis ebenfalls tödlich enden. Coffeinismus ist demnach eine ebenfalls ernstzunehmende Sucht, die viele gar nicht als solche erkennen. Oft wird Kaffee getrunken um Müdigkeitserscheinungen zu bekämpfen. Wenn aber solche Müdigkeitserscheinungen immer auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Koffein befindet sich nicht nur im beliebten Kaffee, sondern auch in Tee, Cola und sogar Schokolade, da es Bestandteil der Blätter von Kakaopflanzen ist. Jedoch ist Kaffee der bekannteste Koffeinträger und führt am häufigsten zur Sucht.
Koffein wirkt anregend und ist das am besten verträglichste Aufputschmittel, das jedoch bereits nach kurzer Zeit süchtig machen kann. Der Sinn des Kaffeetrinkens besteht darin, den eigenen Antrieb und sie Konzentration zu steigern.

Viele Menschen trinken frühmorgens Kaffee, um munter zu werden und Müdigkeitserscheinungen zu beseitigen. Dies ist vollkommen unbedenklich, da diese niedrige Dosis nichts anrichtet. Würde man sogar drei oder vier Tassen am Tag trinken, wäre dies immer noch kein Grund zur Sorge.
Jedoch zählt man bereits als süchtig, wenn man morgens bereits schlecht gelaunt aufsteht und mit einem auch ohne die morgendliche Tasse Kaffee speziell auf der Arbeit nichts anzufangen ist.

Es bringt jedoch nicht viel, morgens nur Kaffee zu trinken und das Frühstück auszulassen, da der Körper Kohlenhydrate benötigt und so die Lernleistung ein oder zwei Stunden später schwindet. Dementsprechend kommt es erst recht zu Müdigkeitserscheinungen und Erschöpfungszuständen, auch wenn die kurze Zeit nach dem Kaffeetrinken noch nicht vorhanden waren.

Woher kommt die Koffeinsucht?

Studien haben ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen dem Alkoholismus in einer Familie und der Koffeinsucht eines anderen Familienmitgliedes besteht. Es ist demnach wahrscheinlicher, dass Menschen nicht aus ihrer Koffeinsucht gelangen, wenn sie aus einer Familie mit Alkoholproblemen kommen.
Jedoch gibt es nur einen schwindend geringen Anteil an Koffeinsüchtigen in der deutschen Bevölkerung, von denen die meisten wohl aber eher ihren Konsum nicht richtig überblicken und somit in die Sucht abrutschen.

Woran erkennt man, dass man süchtig ist?

Man kann ganz sicher sagen, dass man süchtig ist, wenn man mehr als vier Tassen Kaffee am Tag trinkt. Fünf Tassen enthalten z.B. etwa 375 Milligramm Kaffee. Die tödliche Dosis liegt aber bei über vier Gramm, so dass der Betroffene ganz schön viele Tassen trinken muss, um diese zu erreichen.
Bei schwangeren Frauen ist der Kaffeegenuss generell am besten zu unterlassen, da Fehl- oder Totgeburten die Folge sein können. Das Koffein gelangt nämlich automatisch zum ungeborenen Kind und kann somit dessen Entwicklung nachhaltig beeinflussen.

Bei der Sucht sind die Symptome, die man durch das Kaffeetrinken vermeiden wollte (wie Müdigkeitserscheinungen oder Kopfschmerzen), erst recht vorhanden. Es kommt zu Händezittern sowie unkontrollierten Bewegungen, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erhöhung des Blutdrucks, Herzrasen oder sogar Herzstolpern, Magen-Darm-Beschwerden, Brechreiz oder sogar Atemnot. Der Betroffene kann jedoch auch aggressiv und depressiv werden.

Ist die Sucht noch stärker ausgeprägt, so kann es letztendlich zum Tod durch Überdosierung kommen. Vorher bekommt der Betroffene Muskel- sowie Atemlähmung, Krampfanfälle, Schock sowie Herz- und Kreislaufversagen.

Damit dies nicht auftritt, sollte der Betroffene so früh wie möglich aus der Sucht fliehen.

Doch wie funktioniert das?

Aus der Sucht zu gelangen, ist theoretisch ein Kinderspiel. Die Tagesdosis sollte man stets langsam senken, da sonst die Entzugserscheinungen erst recht in hohem Maße vorhanden sind. Ist die letzte Tasse Kaffee schon länger her, so spürt man u.a. Kopfschmerzen oder ist depressiv und reizbar. Da liegt es natürlich nahe, direkt wieder eine Tasse zu trinken, durch die man sich aber weiter im Teufelskreis befindet. Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als die Entzugserscheinungen einfach hinzunehmen und zu versuchen, standhaft zu bleiben. Leider gibt es auch keinen anderen Weg aus der Sucht, wobei die Symptome des Entzugs nach etwa zwei Tagen abklingen und es so kein weiteres Problem darstellen sollte, aus der Sucht zu gelangen.