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Archive for the ‘Alkohol’ Category

Alkoholsucht – Anzeichen

Mittwoch, Februar 6th, 2013

Alkohol gehört neben Nikotin zu den am weitesten verbreiteten Drogen weltweit. Aufgrund der sozialen Akzeptanz gegenüber dem Alkohol sowie seiner Verbindung mit kulturellen Traditionen, spielt er in Ländern wie Deutschland eine besondere Rolle. Mit dem Alkoholkonsum geht jedoch in vielen Fällen auch der Alkoholismus einher. Nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung konsumieren in Deutschland etwa 9,5 Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich bedenklicher Weise, während 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig sind. Wahrscheinlich sind es sogar noch mehr. Das Deutsche Rote Kreuz nimmt an, dass bis zu 2,5 Millionen Menschen in Deutschland von einer Alkoholsucht betroffen sind. Was aber sind die Anzeichen, an denen sich eine Alkoholsucht manifestiert?

Sechs Anzeichen für ein Abhängigkeitssyndrom nach IDC-10

Ein sicheres Symptom, an dem sich die Sucht einwandfrei diagnostizieren lässt, gibt es nicht. Das Abhängigkeitssyndrom hängt in jedem Falle von mehreren Kennzeichen, die über einen gewissen Zeitraum auftreten müssen, ab. Das IDC-10, die „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ in ihrer aktuell gültigen Ausgabe, stellt sechs recht vage beschriebene Symptome heraus, um das Abhängigkeitssyndrom zu diagnostizieren. Bei diesen Anzeichen handelt es sich um das kaum zu unterdrückende Verlangen nach Alkohol, unkontrollierten Alkoholkonsum, das Auftreten von Entzugserscheinungen, erhöhte Alkoholtoleranz, das Vorrücken des Alkohols in den Lebensmittelpunkt und den Weiterkonsum trotz bereits entstandener Schäden. Laut IDC-10 müssen mindestens drei dieser Anzeichen über einen Zeitraum von einem Monat beziehungsweise mehrfach über ein Jahr verteilt auftreten, um ein Abhängigkeitssyndrom zu diagnostizieren.


Viele Merkmale können Hinweise geben

Eine umfangreiche Liste von Merkmalen muss hinzugezogen werden, um beurteilen zu können, ob eine behandlungsbedürftige Alkoholerkrankung vorliegt. Hierbei sind hohe individuelle Schwankungen in Erscheinungsform und Intensität zu berücksichtigen. Ebenso muss sicher gestellt sein, dass andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Das Zittern der Finger bei einem längeren Verzicht auf Alkohol gehört zu den bekanntesten Anhaltspunkten. Darüber hinaus kann sich die Alkoholsucht auch in einer verstärkten Neigung zum Schwitzen insbesondere an den Händen ausdrücken. Außerdem wird der Metabolismus in Mitleidenschaft gezogen. In der Folge kann es zu Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und Appetitlosigkeit kommen. Der Erkrankte wird langfristig abnehmen und häufig auch unter Übelkeit und Brechreiz leiden. Zudem nehmen Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts deutlich zu. Weitere diffuse Symptome sind Herzstechen und -klopfen, Schwindelanfälle sowie ein Stechen, Schmerzen und eine Schwäche in den Extremitäten. Die nachhaltige Vergiftung bewirkt auch das typische, aufgedunsene Gesicht des Alkoholabhängigen und Veränderungen der Haut, Zähne und Sehfähigkeit.

Vorsicht bei Selbstdiagnosen

Psychisch ist die Vernachlässigung von Pflichten und sozialen Bindungen, einhergehend mit depressiven Verstimmungen oder auch aggressivem, jähzornigem Verhalten besonders auffällig. Die allgemeine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nimmt ab und immer wieder haben Betroffene Schwierigkeiten, sich an etwas zu erinnern. Auch beim Zutreffen mehrerer hier aufgeführter Symptome sollte ein Abhängigkeitssyndrom jedoch nicht selber diagnostiziert, sondern, bei einem entsprechenden Verdacht, immer ein Arzt konsultiert werden.

Honorararzt und Vertretungsarzt helfen aus der Alkoholsucht

Samstag, Januar 22nd, 2011

Alkohol darf auf kaum einer Party fehlen. Für viele ist auch ein Feierabendbierchen der Abschluss nach getaner Arbeit. Dies ist alle gut, solange jemand auch ohne den Alkohol auskommen könnte. Wer jedoch Alkoholiker ist und gegen diese Sucht ankämpfen möchte, steht oft vor einer schwierigen Aufgabe.

Alleine wird kaum ein Alkoholiker mit dieser Sucht brechen können. Wenn auch der eigene Wille ein ausschlaggebender Aspekt ist, muss dennoch ein vermittelter Honorararzt oder ein Vertretungsarzt hinzugezogen werden. Denn gerade über einen Honorararzt ist es möglich, eine professionelle Behandlung zu bekommen. Dazu kann auch eine Entziehungskur zählen. Der Honorararzt kann die vermittelnde Stelle in diesem Bereich sein. Wer in Kur ist, wird unter Umständen auch einen Vertretungsarzt als Ansprechpartner bekommen. Wichtig ist es aber, dem Vertretungsarzt wie auch dem Honorararzt zu vertrauen. Denn genau dieses Vertrauen ist für einen erfolgreichen Weg aus der Sucht wichtig.
Wer eine Entziehungskur macht, wird dort auch Erfahrungsberichte ehemaliger Alkoholiker lesen können. Manche Beispiele werden mit dem Vertretungsarzt oder dem Honorararzt genau beleuchtet, um eventuelle Parallelen und Lösungsansätze für das eigenen Leben zu finden.
Natürlich können solche Erfahrungsberichte nicht nur in einer Kur gelesen werden. Das Internet bietet ebenso eine große Anzahl an solchen Lebensberichten. Und vielleicht sieht sich der eine oder andere in einer ähnlichen Situation und findet dank dieser Berichte und in Zusammenarbeit mit dem Honorararzt einen Ansatz, um die Sucht zu besiegen.

Egal ob Honorararzt, Vertretungsarzt oder einfach nur Lebensberichte, alle sind ein wichtiger Teil, um den Kampf gegen die Sucht zu gewinnen und bald trocken zu sein.

Alkoholmissbrauch

Samstag, September 19th, 2009

Kurz- und Langzeitfolgen des Alkoholmissbrauchs
Hinsichtlich der Wirkung von Alkohol auf den menschlichen Organismus ist zwischen Kurz- und Langzeitfolgen zu differenzieren.

Eine kurzfristige Auswirkung ergibt sich unmittelbar nach dem Konsum und variiert je nach Menge des zugeführten Alkohols. So tritt die enthemmende Wirkung bereits bei einem Blutalkoholspiegel von unter 0.2 Promille ein, was dem Genuss von nur 0.2 l Wein entspricht und sich in einer Steigerung der Redseligkeit niederschlägt. Bei einem Blutalkoholspiegel von 0.5-1 Promille kommt es zum Nachlassen der Reaktionsfähigkeit und zur Selbstüberschätzung. Erhöht sich der Blutalkoholspiegel durch weitere Ethanolzufuhr auf 1-2 Promille, so treten Störungen der Bewegungskoordination und des Sehvermögens auf. Es kann zu Aggressivität kommen. Nach dem Konsum von 2-3 l Wein (2-3 Promille) tritt der Organismus in einen Rauschzustand, der durch Denk- und Orientierungsstörungen gekennzeichnet ist und später zur Amnesie, dem sog. „Filmriss“ führen kann. Ab 3 Promille Blutalkohol ist ein lebensbedrohlicher Pegel erreicht. Es kann zur Bewusstlosigkeit oder zum Sterben durch Atemlähmung, Aspiration oder Unterkühlung kommen. Ein Promille wert von 6-8 hat in den meisten Fällen den Tod zur Folge.

Wird Alkohohl über einen längeren Zeitraum hinweg in größeren Mengen konsumiert, so ist mit körperlicher und psychischer Abhängigkeit zu rechnen. Die Alkoholkrankheit ist mit heftigen Entzugserscheinungen verbunden und kann zum Tod durch die alkoholische Leberzierhose führen. Neben der Leber schädigt langjähriger Alkoholmissbrauch jedoch ebenso die Nervenbahnen, sowie Pankreas, Herz und Gehirn.

Bewusster leben

Samstag, September 12th, 2009

Bewusster leben . Viele trockene Alkoholiker können von sich behaupten, seit ihrer Nüchternheit viel bewusster zu leben und sich nun auch an den kleinen schönen Dingen des Lebens erfreuen zu können. Neue Freundschaften werden gepflegt und die Freundschaftssprüche, die vorher eher bemitleidend waren, sehrn nun auch freundlicher und motivierender aus. Wahre Freunde erkennt man in Krisensituationen. Während sie noch getrunken haben, sahen sie nichts, was in ihrem Leben passiert. Viele nichtsüchtige Menschen gehen auch mit Scheuklappen durch leben und sehen, nun bildlich gesprochen, die kleine Blume am Wegesrand nicht. Da sich trockene Alkoholiker in späteren Jahren, also nicht als Kind, ein neues Leben aufgebaut haben ja ein neues Leben regelrecht neu erlernen mussten, können sie sich an kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Dieses neue Lebensgefühl gibt ihnen Kraft, weil sie gelernt haben, wie schön das Leben in allen seinen Facetten ist.

Alkohol

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Alkohol ist neben Nikotin wahrscheinlich eine der schlimmsten Süchte oder Drogen der Menschheit. Viele genießen dieses Suchtmittel, das rasch in die Blutbahn und somit in den ganzen Körper gelangt, auf Feiern oder in Kneipen in gemütlicher Runde, um besser aus sich herauszukommen und nicht länger verklemmt zu sein. Alkohol enthemmt und beeinflusst besonders das Gehirn.

Oft ist es sogar so, dass vorher bewusst wenig gegessen wird, damit die Wirkung des Alkohols früher eintritt. Zusätzlich wird vor allem unter Jugendlichen oft zu hochprozentigen Getränken gegriffen, um die Trinkfestigkeit untereinander zu testen.

Jedoch ist die feierliche Laune, die Alkohol an den Tag legt, nicht der einzige Grund, um ihn zu trinken. Wer war nicht schon oft genug traurig und verzweifelt und wusste sich nicht anders zu helfen und trank deshalb ein Glas Sekt oder dergleichen? Dies ist nicht weiter problematisch, solange Alkohol in Maßen konsumiert wird.
Menschen, die jedoch oft Probleme mit sich oder anderen Personen haben oder einfach mit ihrer aktuellen Lebenssituation nicht klarkommen, sind jedoch besonders gefährdet, in die Alkoholabhängigkeit abzurutschen. Warum sollte man denn nicht auch trinken, wenn es einem doch so gut hilft und man die momentane Situation einfach für ein paar Stunden vergessen kann?

Dass so was aber Langzeitschäden des Körpers und vor allem der Leber nach sich zieht, vergessen dabei die meisten. Besonders reiner bzw. hochprozentiger Alkohol lässt viele Körperzellen absterben, die für die Lebenserhaltung wichtig sind. Das die Leber den konsumierten Alkohol abbaut, ist sie neben dem Gehirn und der Bauchspeicheldrüse sehr gefährdet, da bei jeder hohen Alkoholzufuhr Zellen absterben und sich so kleine und harte Narbenknötchen auf dem Organ bilden.
Dass auch das Gehirn stark leidet, wissen viele jedoch nicht. So kann es durch Schäden dazu kommen, dass der Betroffene plötzlich unter Wahnvorstellungen leidet oder depressiv wird. Aber auch Unzuverlässigkeit und Störungen des Gedächtnisses und der Denkfähigkeit sind Folgen des Alkoholismus.
Aber nicht nur das, sondern auch die soziale Ausgrenzung ist typisch, denn nicht immer ist der Betrunkene fröhlich und heiter. Oft ist er nämlich sogar aggressiv und einfach nur laut. Dies empfinden Freunde oder Bekannte dann als sehr störend und entfernen sich teilweise unbewusst, aber oft auch bewusst, vom Betroffenen.
Dieser isoliert sich dann früher oder später selbst und wird am Ende mit seiner Alkoholabhängigkeit allein gelassen, aus der ihn niemand herausholen kann.

Doch woran erkennt man, dass man alkoholkrank ist?

Wie bereits erwähnt, testen viele Jugendliche, aber auch Erwachsene, wie trinkfest sie sind. Viele vertragen weniger Mengen an Alkohol, viele jedoch auch höhere. Dies ist ein Alarmzeichen, da sich der Körper an die Mengen gewöhnt und so immer größere Mengen konsumiert werden können, ohne betrunken zu werden. Bei der Alkoholabhängigkeit ist aber gerade dies mehr als bedenklich, da sich der Betroffene unklar ist, in welchen Mengen er Alkohol zu sich nimmt, um die berauschende Wirkung zu erzielen.
Ebenfalls bedenklich wird es, wenn man denkt, man kommt ohne den Alkohol nicht mehr klar und erlangt nur durch ihn Erleichterung, um den Tag oder bestimmte Situationen zu bewältigen.

Was tut man, um der Sucht zu entfliehen?

Alkoholkranke sehen wahrscheinlich selbst nicht, dass sie betroffen sind oder sind antriebslos und finden somit auch keinen Weg aus ihrer Abhängigkeit. Somit sind Familienangehörige und Freunde ein wichtiger Punkt in der Therapie, denn sie können den Betroffenen unterstützen und ihm mit Rat und tat zur Seite stehen.

Jedoch nützt es dem Betroffenen nichts, wenn er den Entzug zu Hause macht, da so ein erneuter Rückfall sehr wahrscheinlich ist. Er braucht Disziplin und jemanden, der sich komplett um ihn kümmert. Dies ist nur während eines stationären Aufenthalts möglich, bei dem die Entgiftung des Körpers bis zu 10 Tagen dauern kann. Beim Entzug kann es zu lebensbedrohlichen Entzugserscheinungen kommen, da der Alkohol abrupt weggelassen wird. Die wahrscheinlich für den Betroffenen schlimmste Entzugserscheinung ist der Drang, unbedingt und sofort Alkohol trinken zu wollen. Doch diesem Druck muss er standhalten, auch wenn weitere Symptome wie Übelkeit, Schlafstörungen, Nervosität und auch Depressionen auftreten können. Viele dieser Symptome lassen sich jedoch mit Medikamenten mehr oder weniger in den Griff bekommen, um den Entzug für den Betroffenen nicht noch schwerer zu machen.

Diese wenigen Tage reichen aber natürlich nicht, um den Betroffenen vollständig von seiner Sucht wegzubekommen.
Es ist wichtig, dass er nach diesem stationären Aufenthalt an einer mehrwöchigen ebenfalls stationären Psychotherapie teilnimmt, bei der den Betroffenen gezeigt wird, dass sie auch ohne Alkohol das Leben meistern können bzw. wie sie dies am besten tun. Dazu gehört auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, da es einem oft leichter fällt, in der Gruppe von der Droge wegzukommen, da man sich die Schicksale der anderen anhören kann und sich mitunter selbst darin wieder sieht, um zu merken, aus welcher Situation man sich befand und wie diese das eigene Leben mehr und mehr zerstört hat.

Aber auch über Probleme nach dem Entzug wird gesprochen, um sich gegenseitig bei der Lösung eben dieser helfen zu können. Denn nur aufgrund von familiären oder sozialen Problemen ist der Betroffene ja erst in die Sucht geraten. In den vielfältigen Gruppengesprächen lernt er, auch ohne Alkohol mit diesen Problemen fertig zu werden und sie auf eine andere Art und Weise zu lösen als vor dem Entzug. Denn es würde ihm nichts bringen, wenn er letztendlich nicht „trocken“ bleibt und wieder alkoholkrank wird.

Wichtig für das spätere Leben ist vor allem das komplette Verbot, keinen tropfen Alkohol mehr zu trinken, auch wenn es nur ein Bier wäre.

Hier noch ein interessanter Beitrag. Auf jucknix.de gibt es ein interessantes Interview mit Randolf, einem ehemaligen Alkoholiker, der unter anderem aufgrund seiner schweren Neurodermitis über viele Jahre zur Flasche, und zu anderen Drogen gegriffen hat.